Monday, March 19, 2018

by heart


I know you by heart
every beat an echo
the pulse a symphony
my ears a dome

I know you by heart
am deaf now
or the birds are quiet
the forest is covered in snow

i knew you by heart
read you like a compass
into a map
i‘m out of directions

it‘s not even
the right planet anymore
drifting outer space
all directions upside down


Sunday, March 18, 2018

blue

it‘s one of those days: blue

bright blue sky / dark blue mind
somehow the blues are not integrating
the harder you try - the further they grow apart
    blue/blue

the ocean would be
a welcome change of scenery
you know the horizon
seperates it from the sky
salty water dries your lips
paints them
    blue/blue/blue

join me for a desert ride
the nomads know
how to use indigo
to cover your skin
decorate your chin
with a symbolic tatoo
the needles are sharp
and pointing at you
    blue/blue/blue/blue

what will you do
tell me, with all that
    blue
not integrating
an entire planet
might be falling apart
into a zillion pieces
opening out between
you and you
blue

Saturday, March 17, 2018

das licht geht nie ganz aus


du weisst ich bin aus einer anderen dimension – delusional und screwed up – dimensional deshalb i‘ll screw you up too - screw you screw you!

screw all your shit screw your madness and your screwed up lovers and screw love or what you think might be a representation of it – was denn bitte schön ist liebe im angesicht der?

gefügig machen mit unschuldsengelsblick krönen zur königin universal in der goldenen seelen-alchemie

ruhig und schritt für zentimeter fließt alles rückwärts in gespräche die deine perception of reality zwirbeln deinen bart – cut cut – in den spitzen lag die letzte probe manie

damit wollten sie dich dingfest sieben in einem raum so groß wie mein bett auf unterhose die matratze beton luftlos und mit blasen - ein lüftungsschacht

ob tag oder nacht bleibt tag und nacht und schikane egal wie man es dreht in der dunklen formlosen masse die gleichmäßig den schädel annagt

im dreivierteltakt – ratten im loch hämmern auf leitungsrohre – ich horche, du horchst, jeder horcht 123/123 alle zusammen im allerletzten keller, vorbei

ob ihr wirklich richtig steht seht ihr wenn bäume aus pulsadern schlagen, gespräche vertagen, ruckartig gelenke umlegen hebel bewegen schalter metallstreben zersägen - und immer,

in jedem immer bleibt es immer ungerecht unsagbar undiskutabel wer das letzte wort hat außer dem bereich der standard deviation - ausreißer - aus magazinen gerissen und newstickern und familien und alltäglichem – festgesetzt setzt immer den festsetzer fest … wir sehnen uns ...

… nach einer tasse milch einem stück brot in mutter schoß die warme hand an der wange nach einem abschluss oder übergang oder mord selbstmord ein würdevoller mord hier in unterhose oder auf blankem wie denn nur, sieh, ich flieh, sagst du

und ritzt dir mit nägeln gemälde in die arme du künstler am hungerstab versteckst du mutig dein werk -  da waren‘s nur noch sechs und die luft ein zehntel grad kühler

und du nach all den pillen nicht mehr real – delusional – harndrang stundenlang harndrang pinkeln in ecken brennt harndrang scheißt harndrang steigen in ecken gase aus poren und löchern und höhlen auf und verstopfen uns und den lüftungsschacht bis wir am gestank unserer tage verrecken

den streben im beton ist‘s einerlei verbringen sie jeden ihrer tage im sumpf im brei im nächtlichen geschrei, das licht geht nie ganz aus, 123, 123, ob ihr wirklich richtig steht, vorbei

im kopf ein kreis um die sieben, nichts davon geblieben und du schnitzt aus meinem arm einen geheimcode damit ich mich erinnere selbst delusional an das wichtige in der dunkelheit, das wichtige, das wi wa, wi wa wochenmaß ist sieben und voll weil das so ist weil das so -  wichtig ist, was?

Thursday, March 15, 2018

dazwischen versuchen wir


es wird stille sein und sie wird nicht verschwinden
bis an weniger verhangenen tagen du entscheidest
licht durch lamellen in dein zimmer zu tragen
bisweilen wird dich niemand verstehen und du bleibst dir
wortlos ungesehen in deinem blendwerk selbst überlassen
bis der tag die sonne besticht sie möge dein gesicht
mit licht das jetzt in der ferne flutende polarnebel entfacht
sacht fasse ich kaum deine hand entgleitet der stille und fällt
in einen traum aus tieferer stille berührt dein gesicht und fällt
in die schichten dazwischen versuchen wir uns
weiszumachen dass es uns gibt

Wednesday, March 14, 2018

ich schneie dich ein


ich schneie dich ein in mein kleid und lege
schützend kalten mantel um deinen körper
und knöpfe und zupfe gerade was faltig zur seite
steht die tür auf so dichte ich schnell ab
mit decken und tüchern einige aus warmen
ländern in denen kamele durch wüsten
schlendern von vorne fallen die höcker
zur seite prall gefüllt mit elixier dem
lebenssaft gemelkt aus stuten in wäldern
kühen in ozeanen, karavanen sind pendler
im sommerkleid summen blumen frühlingsduft
in balken die ächzen unter dem gewicht
der schmelze mit der auch ich ächze
und lege mich nicht mit dir an den kamin
bis der ruhelose sich nicht mehr entzündet
an träumen und längst verheilten stunden


Monday, March 12, 2018

the split


now, here back in the dark
trying to grasp the split of a truth
that your sudden call after me
left in my mind, an axe split my thought
in two halves and i realised
one was the future and one was the past
just the person in front of me
wasn‘t to be found in either part
you changed, was what i thought
but didn‘t risk to speak 
cz you were still changing all the while
and i didn‘t dare to interrupt your transformation
with judgments or labels or words, utterances
i would be asked to spit out, reveal the measurements
for the distance between our past and the now.


all i could see was that the now
you inhabited so insecurely fine
this new dress was distant from the future
this version wouldn‘t stream again through my town
a fragile kiss on the bridge crossing the mighty river
connecting two sides of a dream that was all the same
in the past and the future, give me your hand, i say
but you wouldn‘t listen, wouldn‘t follow
and after the bridge collapsed i saw you
disappear on the other side into an alleyway
called distance to you.myself, maybe mars
sincerely yours,
the commuter

navel of the world


being obsessed with a person
a singer, writer, painter, poet, musician
being obsessed with the idea that
by obsessing one could reach a deeper understanding
a core that upon touching magically explodes
into a starry nighttime sky where you and I
experience the omphalos of existence: love.
being obsessed with the idea that
after they‘ve been cut, we could somehow retie
our umbilical chords, the navel of the world
resides in a museum in Delphi, I got us two tickets
let‘s go and check it out.




Sunday, March 11, 2018

Wherever I might stand


To you I am a puzzle piece
That fell to the ground
Neglected and out of sight
To be turned around
When things don‘t add up anymore
To be measured from all sides
Wherever I might stand 
Looked at as if I was newly born
For were there no memories
Slowly crawling up
To the table's knees
Soon, they will reach surface
Tell me brother, why was I given this curse
Couldn‘t you hunt down a much simpler breed
One that wouldn‘t have crawled up
The pile of memories, one
That wouldn‘t have looked
Under anyone‘s surface
To be turned around
When things don‘t add up anymore
To be measured from all sides
To you, I am but a puzzle piece
Tell me  brother, why was I given this curse
Tell me, please, that it all might be part
Of a fucking higher purpose

Friday, February 23, 2018

Im Innersten


Stapfe tiefer in den Wald
Hangel mich an Strahlen
Von Lichtung zu Lichtung

Verliere meine Sinne bald
An lebenssatte Qualen
Verliere auch die Richtung

Im Innersten liegt
Ein großer Satz begraben
Was stolz ich einst auf Fahnen schrieb
Wort um Wort nun Seitenhieb
Mein Herz lässt besiegt
Ein jedes seinen Anteil haben

Rotes Tuch auf grünem Grund
Bette mich auf feuchtes Moos
Lasse alle Leinen los
Die Schultern von der Last noch wund

Gleich dem Kinde schlafe ich
Umringt von weißen Linden
Auf dass doch einer finde mich
Wo keiner mehr zu finden


Wednesday, February 21, 2018

vernichtendes


sofort
auf der timeline
sie lassen mich nicht!

lähmung nagt sich
in mein augenlicht
täglich

ein Stückchen tiefer
überschattet
erblinden wir

im wissen um strippen
und die an strippen ziehenden
allesamt

klebrige finger
abdrücke von strippen
die an kinderhälsen prangen

vernichtendes
schweigen, auf norm geeichtes
längst schon banalisiert

Monday, February 19, 2018

Dein Haar wasche ich


Dein Haar wasche ich, mit Tränen
Wellt es sich, bettet mich
Verwirrt, traumgetränkte Lider

Warte auf schmerzgestillten Morgen
Alle Brücken stürzen in sich
Mit ihnen stürzen alle Schlangen

Jeder Biss
Jeder toxische Moment
Fließt in einem Punkt zusammen

Alle atmen
Verbrauchte Luft in neuen Zügen
Die Reise geht nach nirgendwo

Doch atmen sie alle
Blick gen Horizont drängen sich
Wasser an die Ufer

Sunday, February 11, 2018

fern ab


nebenan pulp fiction, der moment
in dem sie finger
vor die augen legen

erinnert an den skaterpark
im hafenquartier
dort

lüfteten wir
durchtanzte nächte
aus schweißverklebten kleidern

in all den jahren
bleibt der eine
tag

ein wortgefüge
tätowiert
erinnerung

an längst verdorrte
aschewesen
heute nur noch narbe

vergessen im grafittiturm
blond und groß
mir haushoch überlegen

gab ich nach und blieb
schüchtern
zurück im park

fern ab von deinem
leben, fern ab von
deinem






Saturday, February 10, 2018

das genügte


ich träumte ........... von dir .......... mit wunde am kopf ....
........ großes narbenartiges geflecht, das es
zu verarzten galt, .............................. ich ohne kenntnisse
sollte das bewerkstelligen, ........ wie?

du kamst zu mir
das genügte

unser gespräch ein stakkatogebet

man sollte sie nach dir benennen
diese gabe des verschwindens mitten im text

mache daraus zeilen, die länger halten
als du

setze mich in die lücke, hinters ohr
verwanze dich sozusagen

während du mutig und hellwach
in aller frühe schläfst

nichts als erinnerungsfetzen
unser gespräch ein stakkatogebet

ziemlich genau weiß ich
nicht mehr als du

und baue darauf
dass irgendwann alles

einen sinn
ergibt

Saturday, January 27, 2018

Bis zu den Spitzen


Was auch geschah, war alles schon
-geschrieben, auf- und nieder- und
beugte mich der Überhand ein-
es gehörte zum Ritual
einer jeder guten
folgte dem blind
in den Schlafsaal
einer jeden guten
und schreibe mich
Stück für Stück
an den Haaren
bis zu den Spitzen
heraus.

aus Geschichten


Der Mond hat sich schon zigmal
um mich gedreht, Tage: ein Hämmern
gegen die Wand, der Kopf
wund, die Stelle in der Spanplatte
eine Mulde.

Fülle Neues mit Altem, leicht
abgewandelt ähnelt ein Tag
dem anderen, Seichtes
verschränkt zur Komplexität
in der Tiefe des Betrachters:

Zukunftsdystopien, robotisierte Bäume,
sich replizierender Blätterwald, es
sind Helden aus Geschichten, die wie Helden
in Kriege ziehen, um sich dann zu kovicieren.

Was lernst du? Alles und nichts. Spiegelwelten
verschränken sich schwarz 
in meinem Blick, verschwommen
wirkt die Wirklichkeit nach und wagt sich vor,
wagt sich zu behaupten in nichts weiter 
als dem Überlebenskampf, absolut und willentlich.

Es geht ums Nackte.


Sunday, December 31, 2017

How on earth


I could write a poem now about how it is to be with somebody or without; it doesn‘t really matter.
We started speaking again, though I know that I should really know better.

I told him about the tree and my walks in the forest at night. His reactions were calmer than ever before. I wasn‘t sure whether it was really him inside that body. We also didn't really speak about this, did we?

I‘m not able to stick to any of my plans. How on earth should I stick to a person. Still, my heart somehow sticks. I watch him embracing the tree and think it is ridiculous. Let‘s keep walking, please. I don‘t want to be.

All this leaves my blood thick and heavy. It takes effort to keep moving. We have to dance tonight, keep the heart light and afloat. I decide to shut my door, go to bed and sleep. Sometimes shutting the door is the best form of bonding.

In the morning things will be bright. And old. And gone. And still there, at the same spot with the same cruel presence crawling into my life. 

People become abstract creatures when you look at them too long. How to know myself without looking too long and coming to the conclusion that I don‘t exist while all that exists is I. 

There is no key. All there is is the moment and to be. 
Ha, now you made me hug that tree
though I explicitly said that I wanted to keep walking!





Migratory birds


We are speaking about crystals now.
Those that are speaking to god.

I believe in nothing and everything at the same time.
My chest a chiasm.
Its centre a tiny black spot.

You leave traces, breadcrums, I
follow secretly.

The metaphor of your existence
escapes me.

Memories are yellow.
I remember things that never existed.

Maybe this time I can stay
calm in between dreams.

It’s the last day of the year.
The atmosphere charged with prayers.

I want to scream, black lips
drink a river of champagne.

Sit with me and sing
the song that brings migratory birds
back home.










Wednesday, December 13, 2017

das haus nebenan schlägt leck


worüber denkt er denn? über
sterblichkeit oder un-
je nach gemütszustand vielleicht
die 8samkeit, innere mitte
obsession, verhaltenszwang

er kannte eine frau, die musste
zerschreddern und pressen
in aluminiumbehälter für längere haltbarkeit
versiegeln, alles, selbst kinder
spielen das lied vom ewigen 
sitzen in bunkern
auf bänken in reihen, hintereinander
nebeneinander, übereinander gestapelt,
ausrichtung gleich, auf zentrierten punkt
 im gefüge hat einer das sagen, am lautesten
brüllt der mit geringstem gefühl
für die anliegen momentaner konstellation

die anderen schweigen im superlativ

das haus nebenan steht in einem raum
leer und
immer an gleicher stelle, ist deprimiert
nutzt den luftzug für erzählungen
über stetig wanderndes nomadenvolk,
maulwurfshügel, kichererbsen
die sich über nacht verschwammen
irgendwo in tel-aviv
der zug trägt ferne gerüche
ächzende monologe
gluckern, heizkesselgesang, man könnte
eintritt verlangen und daraus
eine veranstaltungsreihe machen

aber davon will er nichts hören.
er hat wichtigeres zu denken.

als kinder rollten wir durchs zimmer der erwachsenen
und lachten dabei laut und aus vollem herzen
in die sprungfedern des ecksofas, wenn keiner schaute
analysierten wir die muster der teppichböden
und versuchten uns an der erzeugung
halbkreisförmiger regenbögen, lichtstrahlen
gehörten abgelenkt hinter schleiern zum
standardrepertoire einer jeden guten vorstellungskraft;
manchmal war es ernst mit dem spiel
der vorhang fiel und mit ihm das haar, das knie
blutend auf waschbeton, die schuhe zerschnitten

sei still. davon will er nichts hören.

welch großes wort. wie konnte
etwas so großes sich heimlich
ins wortgefecht schleichen. jetzt
bin ich ganz still, frage nicht
schaue nicht, bin ausgelaufen, leer
das haus nebenan schlägt leck,
alle kindheitserinnerungen
weggeschwemmt.

psst. er hat wichtigeres zu denken.
die organe lassen nach.
bald hört er nichts mehr.





In your cup


He says all the right things
it is not a hidden form of manipulation
still I fall

I fall and get up and dissolve
in your cup

People pass by
streets behind hills are very busy
at night

I hear footsteps
someone is very close now
if he sees me there will be questions

I hide
in all the things I said
I keep telling myself:

It was not a hidden form of manipulation
he said all the right things
still I fell 

and got up and dissolved
in your cup