Monday, December 22, 2014

im trueben fischen wir am besten

ich musste meine stimme wieder-
den satz sprache der mir als erstes
irgendwie verloren im tumult
des fernen hab jetzt immer
einen satz dreckiger sohlen direkter satz
auf haut - dem herzen bin nocturnal nah
ist schon drei uhr vier und fern
vom traum fern von dir wache ich
ruhelos in gedanken geschlungen
an deine gundsaetzlichkeit die
mir die sprache verschlaegt ins exil 
auserkoren nicht nach gruenden nicht
hoffen, wissen dass manches reift im trueben
fischen wir am besten ohne sicht

Was mit Zuckerguss

Ich hab mich dafuer nicht aus religioesen,
sondern entschieden, du stimmst mich so leicht nicht,
ich mag ja Fleisch, halt nur lieber an lebenden als an toten
Fischen, Voegeln und vierbeinigem Getier, das du mir hier
taeglich unter die Nase, tot natuerlich unnatuerlich.

Es ist keine Frage der Poesie sondern der Macht
ueber Wesen, Willenskraft, Haeutung der Seele,
das wiederum ist vielleicht Poesie, Haeutung der
(GG) bei mir ohne SS-Macht- und Manipulations-
phantasie, halte nichts vom Kill
fuer Genuss, halte mich lieber ans Gemuese
als Beilage Gemuese und als Nachspeise 
Pudding und manchmal was mit Zuckerguss.

klingelt sturm

ploetzlich ist alles deutsch
ein hebel hat sich um-
weisz nicht, was mag es bedeuten
weihnachten steht vor der
und klingelt sturm


duennhaeutige flugtraeume

heute duennhaeutige flugtraeume
meine zeit ist nicht reif wie lange noch
sitze ich ab und versuche mich

zum beispiel an deinen textnachrichten
lesen allein verlangt mir eine menge 
ich will ich brauch ich mag das nicht

baue daemme um erwartungen 
gestatte uns freiraum freiflaeche ozeanschaeume
du auf deiner insel du machst das schon

wir beide verbringen die tage
von nun an getrennt
die naechte unter der decke

verstrickt im schlafgericht
von nun an bleibt die lichterkette
nachts manchmal an





hinein hinein

unser leben ist nichts als ein bauch
wir fressen alles
hinein hinein ohne gedanken
an die verdauung
ja sagte er und hatte
schon verdaut wozu

was kunst ist

ich erinnere es war mir ein graus
textzeilen zu verlegen
meist beim vorlesen die zeile
die nun dran war
irgendwoanders ab
und konnte sie nicht finden
ist das eine kunst ich weisz nicht
was kunst ist
hab die interpretation der lehrer
nie so ganz verstanden

like this

this one I said stay like this stay
I said stay like this for ever
I don’t want anything to change
for ever I want this one I said
no thing is for ever

trippledowneffekt

ich lese dieses buch ueber prostituierte
das du mir gabst und komme nicht
durch etwas unerklaerliches haelt mich
vom ende ab drauszen gibt es hochzeit und totenfeier
mit feuergrab die kapelle ruehrt ihre trommeln unterschiedslos
fuer beide ich gehe nicht hin kann mich nicht entscheiden
wenn wir uns wiedersehen wirst du danach fragen
warum ich es vergessen hab vergessen hab ich es
nicht ich habe es vergraben im hochhausregal
hoch ueber der bucht auf der anderen seite der stadt
damit diese seite auch was vom prostitutiertentum hat


teuer

ich will es vergessen dieses wiederkehrende
handergreifen beim ueberqueren der strasze
jede nacht haelst du mich davon ab den tod
zu streifen und dann kaufst du mir ein eis
weil ich teuer sei sagst du und weil ich es mag
nicht ahnend wie tief dieses handergreifen
sich in meinen herzschlag eingegraben hat
wie sehr ich auch will ich kann verdammtnochmal nicht
vergessen an jedem verdammten einzelnen tag


asozial im sea view house

fuehle mich verspielt und eingelocht
den ganzen tag kein blau nur smog
die aussicht nebelgrau im aussichtsgitternetz
ich atme dreck es bleibt dabei
atme sondere nicht noetig zu sortieren
weil es hier wirklich niemanden stoert
(abgekapselt einsiedler spielen)
asozial im sea view house
ist mir alles zu bloed
wenn das so ist geh ich nicht raus

heimatmotiv

ich habe das fadenbestickte spiegeltuch
nicht an die wand gehaengt
ich habe es einfach haengen lassen
vom vorgaenger verstaubt verblasst wasserbefleckt
symmetrisch im ansatz mit kleinen unkorrektheiten
heimatmotiv beinahe alpiner herkunft
waeren da nicht elefanten pfauen papageien
ein mandala dreht sich um den zentralen punkt
hochwertig ergrauter handarbeiten

darunter der eiffelturm-incensestickhalter
und the cats cradle von vonnegut
lichterkette ich fands nicht weihnachtlich
bis ich darauf hingewiesen wurde
bin nicht ausreichend vorbereitet
um darauf hingewiesen zu werden falls mich einer sucht
werde mich im spiegeltuch vorm Christkind verstecken


weil die zeit die zeit

selbstverschwendung ich merke dasz
ich heimweh kriege vielleicht weil es an der zeit ist
oder weil die zeit die zeit verschlingt klingt
absurd ist aber mit voranschreitendem alter
nicht abzuwenden wie der hunger der ignoriert
wird nur noch schlimmer und schlimmer

versuche ohne suchen zu finden
was erfahrungsgemaesz unsuchbar bleibt
versuche das unwahrhafte abzuwenden
verweile im land ohne kaffeehaus
versuche alle saetze auszublenden

dein letzter anruf gerade vor ein paar minuten
die kraehe auf dem kuehlkasten kraechzt
vom vergessen ich habe keine ruhe hier
unten kocht die mutter alle mahlzeiten
oben versuche ich mich zu konzentrieren
auf das was wirklich wichtig ist manche dinge
koennen den weltverlauf komplett ruinieren

was war nochmal

habe mich verzettelt dachte wenn
ich mich hoch ueber die Stadt setze
kann ich alles ueberblicken
doch die bucht ist nebeltrunken
blaest ihre fahne in die groszen groszstadtzungen
erinnerungsschemen letzte nacht
gab ich dir meine gedichte und du fragtest
ob ich sie mit leichtigkeit teile darauf
wusste ich keine antwort jetzt warte ich
von nebel gestuetzt auf deine antwort 
was war nochmal die frage nochmal


Sunday, December 21, 2014

tief unter der Oelschicht

ich setze mich unters Gemaelde der Stadt
in derselben Stadt und versuche, Kopf leicht geneigt,
den Anfangspunkt zu finden, warte,
Dich zu treffen, nur so, um herauszufinden,
was in dem Gemaelde drin steckt, ganz tief
unter der Oelschicht, ein Safe und Millionen
dahinter interessieren mich nicht, du kommst und wir treiben
von hupenden Vehikeln getrieben, Abgasatmungsreflex.

ich blicke nach rechts, spiegelglasverblendete Geldhaeuser,
blicke nach links, dieses Grundstueck gehoert wem,
Zutritt verboten -
grundsaetzlich grundverschmutzt, viele wohnen hier,
Kinder mit der Hand am Mund, ein universelles Zeichen
zwischen Gebirgszug und Strand, mittendrin
an den Randstein gedraengt, weiss nichts weiter zu sagen.
Diskurs der Dekadenz, wir schluerfen Starbucks,
essen Focaccia,
warten auf Daemmerung.

Ich nehm den Zug zurueck, Du gehst auf Dein Zimmer.
im Grossen und Ganzen ein herrlicher Tag
mit Ausblendern, ich kaufe einen Haken fuers Handtuch,
bringe ihn an und werfe mich aufs Bett, denke
an die Ausblender, an die Ausblender, denke,
ich.

Saturday, December 06, 2014

A crow in the centre

You sent me this draft
It’s a poem, you said,
On saving mankind
Under falsified name
Finding an answer

I waited out my response
I knew it was cold
In your desert tent
Time elapsing conscience
Earplugs keeping out
Poverty porn

Why do I expect
You to see through
Layers of stars
People die
In hospitals, houses
Sometimes without shelter

I watch myself
In the mirror, shivering
I built a rocket, he said
Big bang theory
While someone else
Stayed without water

A noble cause
While she squeezes leaves
Between legs, pain in her womb
Sometimes knocked out
A crow in the centre
Of things that are
Taboo and saving mankind
Without reasonable answer


Saturday, November 29, 2014



Heute bin ich Staub
Reflektion auf Holztrennwand
Schlagschatten im Licht

Tuesday, November 11, 2014

Wir spielen

Die Kugel trifft mitten rein - in die Aorta!
Dumpf rauscht Dunkelschwarzes
Blut in meine Beuge
Glaenzende Ameisenkoerper
Abtransport! - Etwas bricht
Den Schwung der Wiege
Am suessen Ahornsirupbaum
Fangen Blaetter Feuer – wir spielen
Wir begrueben einander
Im Kellerregal
Naehen die Augen ein - Eingemachtes
Ich weiss um den Splitter
In der weichen Zunge, den Rest
Den letzten Kuss
Auf der kreisrunden Wunde
Schlecht platziert auf perfekter Stirn
Alles ist taub - im Wald, im Fluss 
Im Hinterhaus 
Ritzt sich die Stille
Geduldig
In den Unterarm 




Thursday, September 11, 2014

a tide rolling in

i’ve lined myself
up, far back in hiding

behind walls
loopholes:

there’s a digital edition of every
thing

deciphering
messages, yours
always come in lyrics

from now on let's try
out colours

storylines
you want to be your own

i agreed with everything

except revealing the secret
of sad moments

i know i am not
a fortuneteller, still

i knew you would come
a tide rolling in

there is a sadness to everything
beautiful

in the woods
we get lost when we forget

wandering alone
can be a crossroad on its own

when your hands were tender
I felt close

when we were closer, your hands had
already shed skin




It's the fault of the coin

It’s the fault of the coin
I do not bet
I only barter

And still I lose
Myself in your charms
No thing lasts, every thing is
Replaceable

But the look in your eyes

And this song, again and again
I talked
Myself out of the deal
Can only imagine that she is beautiful
Skin on skin
I do not dare to come closer

You look me up
In a random telephone book
And walk into my neighbourhood
Was that an ego thing or did you
Truly want to stand there

In your hair the morning sun
I wished you would crash into that wall
To make things less numb
To feel the world undone
You
Bewildered and loved
Every fucking
Single day through



Friday, September 05, 2014

Tuesday, September 02, 2014

They sink into me

Suddenly I’m all talkative and apologetic.
I’m not used to seeing myself like this.
From ping to ping my thoughts sound more pathetic …
You say it’s ok, after all we are human.
What on earth do you know of that? and of
madness and inferences and going berserk?

I watch a giant ant crawl into my closet,
followed by a second one, now it is a street,
sitting in the middle of the crossroad
between dusty shelves and cleared out pockets
I’m waiting for something to jump
-         -  nothing jumps.

But I cannot say this to you. So many things I cannot say.
For instance that
soon we will all turn into silver.

Then I am back to the books, and this guy
sorts magazines on my desk, MIT and Harvard out of the blue
only the best of the best. You start talking about business.
All I can hear is tired dreams and numbness. Your words are heavy.
They sink into me and stay for days.
You never tell me how to get rid of them.
All I can do is going numb and forgetting about you.

Saturday, August 30, 2014

Act for no reason

__I am waiting – no_thing decays
Not 1 molecule^changes its position
Rack NO – 21 (A & B)
The “””halbwertszeit””” is flawed
I switch seats < only in my MIND -
Only in MY mind >> u kiss me >
I could complain - About some *(thing)
Rack NO – 22(A & B)
A typo before the(bracket
There’s always something ~to complain
, - Or I could read > Act on impulse <>
listen_to_bats_and_beats_
^reload --> act for no reason
It never works out 
The way it was planned ...






Friday, August 29, 2014

Burn it

Ccut the wire, be hurtfully bblunt
Sset it on ffire, jumpp, jumpp!
Somethhing always hhinges
Something’s alwayys loudd
Imagine the aftergloww
Burn it, burn, bblow it all out!


From the skywalk

Then we reached the state of interior paintings
This is a view from the skywalk, this a view from the kitchen ceiling
There is always something crumpled or ajar
The impression of a spontaneous time slot
The glimpse of a spot, just now it was still in use
There is no still life here, everything digests everything
There is only a hint and - signals and misreadings



End summer season

I sent u this do I wanna know song
U pretended not to have seen 
Now I’m one of your unseens
It’s the only status I ever had, and still
I would have taken it, one day
They will find me out, you said
It’s not even important, it’s just
Signaling and signaling
Selling things - too serious
Taking things under value
I’m unfair, u r nothing
Like that, only pretext now
A stir of memory without promises
You wanted it that way
On the run to have reasons
To turn back into a hive of
Busy and sweet 
End summer seasons






In the centre of things

In this place we conceptualise things
Blood of several thousand warriors
Between days and dust of seasons
Pulsated from elbows into wood
Ebony and arches, relentless bullseye
A clock in the centre of things, awkward things
Two horses carrying newly weds
Filtered air and second floor stacks
Bats looking down on us, no change in scenery
Glitter brained swarm of would like to be
I place my diamonds in the middle of the table
Spasmodic interception, they don’t say binoculars
They say glasses here – he wasn’t looking
For diamonds, he was looking for pearls
In a horse’s nostrils - no promises lost
No promises found

Tuesday, August 26, 2014

Thursday, August 14, 2014

close to the dead animal

the movie was so dark
I could almost watch my reflection
in every scene

chasing sweet days of innocence
a mouse in a space suit
floating around my feet

biting the peach
the fruit i relished
has never been fair

i apologize from distance
my thoughts have gone numb
drawing circles into a square

there is a new scenery
i want to watch it 
holding tea - only its steam

everything is pretentious
suddenly the russian accent is sexy
i never liked it before

i’m going transparent
watch my heart beat into my wrists
my lung breathe into my womb

he lives behind the gate
knows how to prick needles
through my left ear

i grow suspicious
of people acting serious
nothing is vital in here

an opera is drained
they say it’s relieving
minds and hearts from fear

all is more than a year
behind the calendar
nobody seems to care

i walked up to the bus
to find it deserted
only one boy sitting at the end

he did not take my hand
my thoughts are in the harbour
close to the dead animal

we migrate
creatures of sand
the grave you dug up and mine

escaped an ending
sky takes over infinity
is a game of despair

it’s all cracks - the radio
doesn’t contain 
any thing

i hear voices
taped a hundred years
into the future

trying to begin a happy ending
my frequency
strangely out of sync

the packages are lost
you never received them
maybe she didn’t give them up

everything is wrong
about needing someone
look away – then i am gone

Wednesday, August 13, 2014

to say


i walked out
on you. 
nothing more 
to say.

Sieh

Wir machen jetzt Photos mit im Nachhinein hinein kaschierten Lichteffekten, ein goldener Streifen hier, ein paar Lichtpunkte dort, ist das nicht romantisch, absichtlich, sieht doch ganz träumerisch aus. 

SIMULATION

There is this book on the shelve, it is called SIMULATION, I can clearly read it and still my brain adds a T, every time I look at it. Fourth Edition.


Deep enough


Someone died, someone famous, and the entire world seems to outcry But-We-Loved-Him-So-Much--How-Could-This-Happen? Well, maybe this love was not deep enough. Do you know what it means - to love? next week you'll fill that space in your heart with something random, something new. How much effort do we take to know someone - deep enough?