Sunday, December 21, 2014

tief unter der Oelschicht

ich setze mich unters Gemaelde der Stadt
in derselben Stadt und versuche, Kopf leicht geneigt,
den Anfangspunkt zu finden, warte,
Dich zu treffen, nur so, um herauszufinden,
was in dem Gemaelde drin steckt, ganz tief
unter der Oelschicht, ein Safe und Millionen
dahinter interessieren mich nicht, du kommst und wir treiben
von hupenden Vehikeln getrieben, Abgasatmungsreflex.

ich blicke nach rechts, spiegelglasverblendete Geldhaeuser,
blicke nach links, dieses Grundstueck gehoert wem,
Zutritt verboten -
grundsaetzlich grundverschmutzt, viele wohnen hier,
Kinder mit der Hand am Mund, ein universelles Zeichen
zwischen Gebirgszug und Strand, mittendrin
an den Randstein gedraengt, weiss nichts weiter zu sagen.
Diskurs der Dekadenz, wir schluerfen Starbucks,
essen Focaccia,
warten auf Daemmerung.

Ich nehm den Zug zurueck, Du gehst auf Dein Zimmer.
im Grossen und Ganzen ein herrlicher Tag
mit Ausblendern, ich kaufe einen Haken fuers Handtuch,
bringe ihn an und werfe mich aufs Bett, denke
an die Ausblender, an die Ausblender, denke,
ich.