Thursday, January 15, 2015

Monday, January 12, 2015

Tuesday, January 06, 2015

Sozusagen

Ich arbeite an manchen Tagen
sozusagen, mehr als exzessiv.
Wenn mich dann die Leute fragen,
was sie so zu fragen haben,
schau ich weg und intensiv.

Erdbeermuendchen, komm!

Sind immer Erdbeermaedchen
Mir wird ganz schlecht vom
Roten Lippenstuendchen
Gib mir was Echtes, Sattes
Okay, die macht Collagen
Die verzwiebelt halbe Tauben
Die empfiehlt, was andere weiter-
Zuempfehlen haben, Sex
Exzess, Gewalt, du kennst das ja
Zahlt sich ins Leere, fragt sich
Einer woher Tunnelzuege und wohin
Fragt sich hier ueberhaupt einer
Semmel, Flaggen, Bier - die Schotten
Wollen auch nicht mehr so
Wie frueher, antikulturelle Phaenomene
Vervielfaeltigen sich, Masern sozialer Anti-
Krankheitskoerper -pathie, bleibt nur
Dicht machen, Isolationszustand
Ranschaffen, anschaffen, Intensivstation
Erdbeermuendchen, komm!
Dich lass ich nochmal
Und Jesus liebt auch Dich 

Tod & Teufel

Du bekuemmerst Dich
Um Tod & Teufel
Fragst nicht nach dem Taj
Jeder schreibt ueber Blumen

Du sitzt allein am Fenster, stoisch
Ich folge deinem Blick
Eine Huegellandschaft
Verstopft unsere Sicht

Vielleicht denkst du an
Bauchspeicheldruesenkrebs
Oberschenkelhalsbruch oder
Verschiedene Arten
Enten zu zerschieszen
Moewen und Fischkutter
Ich weisz es nicht, alles
Verwebt sich, ich betrachte 
Stoisch Dein Gesicht

Trippelt weiter

Sie hat seine Vokabeln im Kopf, wird selbst
Dichter, nicht abstellbar, hoert immerfort
fort, fort von ihr, taeglich wieder
allzeit neu die alte Frequenz
frequentiert sich, trifft sich auf alter Spur
tock, tock, sein Gehstock gibt den Takt,
trippelt weiter im Kopf, an die Art etwa,
die Aussprache etwa, die Weise etwa wie er 
alles umfunktioniert, ausformuliert, spricht etwa
sie selbst oder nur nach Zunge, folgt
der Brotkrumenspur ins Unterholz
ab und durch die, da grueszt der Spaete, 
breites Grinsen der Lichtung und dann
Abgang im Mondscheinsonett

gewiss

gedaempft samten gold rote Kehlen
gurren im Fenster

ich lausche der Nacht nach
die Hitze der Stadt verhoehnt

die Stille, der Mantel
ueberhaengt dunkel dein Kleid

der Mond hat sich verstimmt
im Grau morgendlicher Alltagssekunden

heute erwachten wir alle frueh 
traumversaeucht, gemuetsverfroren

niemand winkt zum Abschied
ich bleib in der Einfahrt 

gewiss sind alle am Abend
zurueck

Monday, January 05, 2015

Silent armies

No doormat WELCOME 
I step outside and watch
Birds in conversation
Mute them
Your hair a nest, a boat
In conversation with waves
The wind, the clouds, rays of sun
Silent armies cutting through the fold

In the distance all sounds disappear
Into buildings or
Buildings into sounds
Swallowing an ocean
Train track whispers
A stack of paper in a leather case
Love letters or old magazines
Invoices maybe claiming neglect
Under a flooded metal bench

A mother breastfeeds
Under creases of her saree
Her breasts a decade
Younger than mine
{I hold onto retaining brackets}
Tighter, sucked out by streams
My hair a nest, your boat, birds
In conversation, I never knew less
Rays of sun
On my chest your silent armies