Saturday, April 11, 2015

Überlegungen zum Nationalbewusstsein

Stelle heute Überlegungen zum Nationalbewusstsein an. Stelle dabei fest: ich stelle mich oft hinten an. Deutschsein, äußerlich schüchtern, ein wenig - innerlich gestärkt und kontrolliert, eine Prise Überheblichkeit, verborgen in zweiter Reihe, hebe die Hand aus Höflichkeit, wenn ich an der Reihe bin, nehme Dinge wichtig, stelle Überlegungen an, grübele hinein, in meine Weltschmerz-Seele, meine Grenzenlosigkeit, und drehe dann alles ins Absurde, belächle mich und unsere festgesteckte Gartenkrämerei, die Wehmut, Verweichlichung, Absicherung, die Sehnsucht (nach Ordnung zum Beispiel oder nach Stille), doch niemals das Dichtergut, die Freiheit oder die gute alte Braue-, Kräme-, Molke- oder sonst noch irgendeine -rei.