Tuesday, March 21, 2017

leftover liabilities

in early morning hours, dreams
haunt us
into trials of our imperfections
scar under my eye
eternal leftover
kisses
that once meant eternal love
now a pathway of tears
into every woman‘s cup
hidden under windows
geared towards the moon
wondering
about density of heartbeats
strange new rhythms housing silent moods
I am scared of speaking
to you, my forsaken dream
nothing is real outside
the velvet fabric
covering my sleep
i hear sorrow
in your words and cry into the melody
of a woman‘s voice
drenching my tiny room's wall
with songs about her longing and her pain
who can sleep
when the air is dense
with the heat of arguments that
remain unspoken
remain uncared for
wounded bleeding feet
carry us 
into fire
into gleaming heat
promises
leftover liabilities
keep walking
keep your head up
search for that gorge
hiding
at the end of every creek
until you find what your soul asks for
until she is satisfied
and lets us
rest
in her giant lap
where finally we
may halt in embrace
and fall
into deep condoning sleep

Sunday, March 12, 2017

Saturday, March 11, 2017

Tiefer


Ich erinnerte dich
Es waren einmal
Du und ich, heute
Hochglanzbilder
Ermattet, vergilbte
Vergangenheitsformen
Höflichkeitsfloskeln
Satzbautürme
Es waren einmal
Du und ich, damals
Ein Fenster, angelehnt
Die Asche fiel
Neben den Becher
Deine Augen, tiefer
Der Regen
Du und ich
Neben einander
Du und ich
Die Augen tiefer
Der Regen
Am Fenster
Die Asche fiel
Es waren einmal

Geräumig, mein Haus


Wir sprechen wieder von Anfängen
Ersten Malen, ganz unschuldig
Aufs Neue, geräumig, mein Haus
Der Mond malt ein Lied für mich
Ich schaue ihm dabei zu
Warte geduldig auf den Morgen

Ins nasse Gras


Zog Stufen von der Decke
Während er die Geige stimmte
Schluchzte in die immer gleiche Anfangsfuge
Nichts drang mehr an mein Ohr
Alles war jetzt viel zu weit
Gegangen, weiter noch als je zuvor
Ein Fremdes blieb stumm vor mir
Eine dunkle Pfütze längst vergilbter Schmelze
Reste nur, nicht mal mehr Erinnerung
Schwang einen Mantel Schnee um mich
Zu wärmen meine frierende Gestalt
An ihrer blauen Kälte

Darunter drängten Glöckchen
Verkündeten
Setzte mich ins nasse Gras
Lauschte
Dem rauschenden Fest
Dem vorigen Jahr

Vogelnester krallten sich 
An Zweige
Rutschte ab und krallte mich
An meterhohe Wellen
Zwischen Sonnenstrahl und Tümpelgrund
Tat sich ein Schlund auf
Im Stadtgartenteich 
Gibt es jetzt wohlgenährte Enten
Sie treffen sich
Sie treffen sich



Wednesday, March 08, 2017

Er ist nun ein Anderer

Sie rissen ihm die Haare vom Kopf
Kahlschlag im Morgentau
Der Winter hat die Bäume verschluckt
Hinter mir der Lärm von Sägen

Ich gehe mutlos heim
Der Wald steht still und traurig da
Bin wieder für mich allein
Er ist nun ein Anderer