Und dann rief ich die Krähen, trainierte sie täglich drei
Stunden, richtete sie regelrecht ab, mit Krähenfüßen auszuhacken, was im schwarzen
Feld vergraben lag. In den Murmeln stecken Fingernägel, beim Spiel gebrochen, die
du immer poliert, lackiert, an den Enden so fein geschliffen hast. Auch jetzt
noch sind sie sicher vor dem Dreck, der die verlorenen Perlen
beschichtet.
Eine Höhle zwischen Wurzeln diente als Versteck. Als
ich nachsah, war alles geplündert. Ein Mader, ein Fuchs, vielleicht war’s ein
Hund. Nur eine Locke, ein verblasster Schuh und die verwelkte Schleife, die jeden
Tag das Haar umstreifte, blieben als Zeugen zurück.
Ich trug sie heim, errichtete einen Tempel, dem Gott der
Glasperlen zu Ehren, opferte Haar und Seidenschuh. Was jetzt noch
bleibt, ist die Schleife, sie hängt neben dem Kater im Geäst, und es bleibt
der Baum, der alles trägt, was wir ihm vorgetragen haben, als die Welt schlief und Äpfel im Morgentau reiften.