Friday, February 23, 2018

Im Innersten


Stapfe tiefer in den Wald
Hangel mich an Strahlen
Von Lichtung zu Lichtung

Verliere meine Sinne bald
An lebenssatte Qualen
Verliere auch die Richtung

Im Innersten liegt
Ein großer Satz begraben
Was stolz ich einst auf Fahnen schrieb
Wort um Wort nun Seitenhieb
Mein Herz lässt besiegt
Ein jedes seinen Anteil haben

Rotes Tuch auf grünem Grund
Bette mich auf feuchtes Moos
Lasse alle Leinen los
Die Schultern von der Last noch wund

Gleich dem Kinde schlafe ich
Umringt von weißen Linden
Auf dass doch einer finde mich
Wo keiner mehr zu finden


Sunday, February 11, 2018

fern ab


nebenan pulp fiction, der moment
in dem sie finger
vor die augen legen

erinnert an den skaterpark
im hafenquartier
dort

lüfteten wir
durchtanzte nächte
aus schweißverklebten kleidern

in all den jahren
bleibt der eine
tag

ein wortgefüge
tätowiert
erinnerung

an längst verdorrte
aschewesen
heute nur noch narbe

vergessen im grafittiturm
blond und groß
mir haushoch überlegen

gab ich nach und blieb
schüchtern
zurück im park

fern ab von deinem
leben, fern ab von
deinem






Saturday, February 10, 2018

das genügte


ich träumte ........... von dir .......... mit wunde am kopf ....
........ großes narbenartiges geflecht, das es
zu verarzten galt, .............................. ich ohne kenntnisse
sollte das bewältigen, ........ wie?

unser gespräch ein stakkatogebet

man sollte sie nach dir benennen
diese gabe des verschwindens mitten im text

mache daraus zeilen, die länger halten
als du

setze mich in die lücke, hinters ohr
verwanze dich sozusagen

während du mutig und hellwach
in aller frühe schläfst

nichts als erinnerungsfetzen
unser gespräch ein stakkatogebet

ziemlich genau weiß ich
nicht mehr als du

und baue darauf
dass irgendwann alles

einen sinn
ergibt