Sie hasste diesen Zustand, wenn Leute sie zu etwas zwangen,
indem sie es ihr wegnahmen. Plötzlich war es nicht mehr da und sie hatte das
Gefühl, es ginge nicht ohne. Irgendwie,
egal wie und um jeden Preis, komme was wolle, musste es wieder her.
Später
dann, wenn das Flehen und Schluchzen und in sich hinein Schluchzen ein Ende
gefunden hatten, wenn sie wieder klar sehen und denken konnte, sah sie auch ein,
dass alles nicht mehr als ein plötzlicher Sturz aus höchster Höhe gewesen war,
eine manipulative Talfahrt mit sechsfachem Looping, plötzlich und überraschend
und nur deshalb so schlimm, dass sie sich hineingesteigert hatte, dass sie
eigentlich auch ohne konnte, vordem auch ohne gekonnt hatte, nur diese
Plötzlichkeit, diese Unberechenbarkeit, dieses Alles-oder-Nichts-Gefuehl, das
einem den Magen umdreht, war Schuld an an dem ganzen Dilemma.
Nochmals später dann, wenn sich die
Wogen geglättet hatten, alles wieder im Lot war und sie in den Spiegel sah,
stellte sie sich die Frage, was eigentlich gewesen war, war sie jetzt ein
neuer Mensch, war sie wieder die Alte, und was genau war eigentlich abhanden
gekommen?