Stelle heute
Überlegungen zum Nationalbewusstsein an. Stelle dabei fest: ich stelle mich oft
hinten an. Deutschsein, äußerlich schüchtern, ein wenig - innerlich gestärkt und kontrolliert,
eine Prise Überheblichkeit, verborgen in zweiter Reihe, hebe die Hand aus
Höflichkeit, wenn ich an der Reihe bin, nehme Dinge wichtig, stelle
Überlegungen an, grübele hinein, in meine Weltschmerz-Seele, meine
Grenzenlosigkeit, und drehe dann alles ins Absurde, belächle mich und unsere
festgesteckte Gartenkrämerei, die Wehmut, Verweichlichung, Absicherung, die Sehnsucht (nach Ordnung zum Beispiel oder nach Stille), doch niemals das Dichtergut, die Freiheit oder die gute alte Braue-, Kräme-,
Molke- oder sonst noch irgendeine -rei.